Am Samstag, den 17. November ist es in Olfen (Nordrhein-Westfalen) wieder soweit. Gebührend wird im Moparshop eine hochoktanige Saison 2007 gefeiert werden. Wie beim Mopar Meeting gibt es leckeres an der HEMI Bar. Burnouts sind auf dem Werksgelände erwünscht. Neben den neuen Roadrunner Projekten, an denen Olli und sein Team gerade arbeiten, werden auch einige von Europas Top Mopar Racern zu sehen sein. Dazu wird es reichlich Gelegenheiten geben ein Paar Tips mit Gleichgesinnten rund um den nächsten Engine-Swap für eure Winterschrauberei austzutauschen. Also, tankt euren Mopar voll und nix wie hin! Ob die Würste mit C14 Rennsprit oder Hoosier Gummi gegrillt werden, könnt ihr dann vor Ort selber feststellen.
Neben zahlreichen Leistungs-, Fahrwerks- und Designoptimierten Mopar, ist es immer wieder erfrischend ein gut erhaltenes Exemplar in seiner Urform zu sehen. So gefiel uns dieser grüne 1968er Dodge Super Bee besonders. Alles scheint so zu sein wie als der Wagen vom Fliesband rollte. Wenig Extras, ein 383er Big Block (6,3 Liter Hubraum und 335 SAE PS), 4 Gang Schaltgetriebe, vorne eine Sitzbank und hinten eine gesperrte Achse mit 4,11:1 Übersetzung. Stylistisch eher in die Kategorie Taxi oder Familienkutsche einzuordnen, bemühte sich Dodge mit "Bumble Bee Stripes" und "Bulge Hood" die Erscheinung des Super Bee etwas aufzupeppen. Nach dem Motto viel Fahrspass für wenig Geld, bot Dodge hiermit ein Pendant zum Plymouth Roadrunner an. Heute ist der klassiche B-Body gerade eben durch seine Besinnung auf das wesentliche begehrt.
Während Diran Yajezian für das Design des 71-74er Dodge Charger verantwortlich war, so feilte sein Kollege John Herlitz an dem entsprechenden Plymouth B-Body herum. Mann könnte auch sagen dass Herlitz und Yajezian damals wohl das gleiche Kraut geraucht haben, denn bei beiden kam im Vergleich zu den 68-70er Modellen doch etwas sehr abgedrehtes heraus. Und genau das macht die 71-74er B-Bodys heute so interressant!
Beim 14. Mopar Meeting durfte die jeweils für den Samstag Abend geplante "Geschicklichkeitsfahrt" nicht fehlen. Hier geht es darum aus dem stehenden Start sein Fahrzeug möglichst gut zu Beschleunigen um dann etwa 200 Meter unter Vollast zurückzulegen. Das Ganze fand wie immer auf der Landebahn des Flugplatzes Marl-Loemühle statt, der nicht nur sehr schön angelegt ist, sondern auch über eine ordentliche Freiluftbewirtung, direkt am Rollfeld verfügt.
Laut einer überlieferten Legende, wonach Chrylser Chef William Newberg auf einer Cocktail Party in Detroit gehört haben soll wie Chevrolet Boss Ed Cole darüber plauderte dass die nächsten Chevys alle kleiner ausfallen sollten, wurden die 1962er Plymouth und Dodge auf einem kürzeren Radstand und kompakter als ihre Vorgänger gebaut. Es könnte auch sein, dass die Technologie für selbstragende Karossen, damals nichts grösseres zulies.
Im Rahmen der Geschicklichkeitsfahrt ging es nicht nur gerade aus, sondern auch mal auf der Stelle im Kreis. Hier bewies Thorsten aus Solingen, szenebekannt als "Totti", wahre Rodeokünste mit seinem 1966er Chrysler 300 Fullsize und zeichnete dank 440er Big Block mit 375 PS ein paar Donut Ringe auf die Landebahn! Mann beachte wie der Künstler, während seiner Performance, die frisch radierten Linien aus dem Seitenfenster begutachtet!
Wenn mann an den Dodge Charger denkt, fällt den meisten der unumgängliche Klassiker der Modelljahre 1968-70 ein. Dieser setzte Design Akzente, die der Leistung der 440er und 426er Chrysler Motoren die richtige Verpackung gaben. Umso beachtlicher ist was Diran Yajezian und sein Styling Team als dessen Nachfolgemodell zeichneten. Der als Coke-Bottle Charger bekannte 1971-74er Dodge war in seinen Formen noch sugestiver und in seiner Aerodynamik um einiges besser. Auf dem Mopar Meeting konnte wir einige erstklassige Exemplare diese Charger, darunter dieser 1971er Super Bee, in Augenschein nehmen.
Bevor ich über die zahlreichen Mopars schreibe, muss ich erstmal ein grosses Lob loswerden. Damit so ein Treffen, dass so einiges an unerwartetem mit sich bringt, sauber abläuft, braucht es ein Team dass mit Leidenschaft und Können das ganze nicht nur auf die Beine stellt, sondern auch über drei Tage betreut. Vom Empfang am Freitagabend über die HEMI-Bar und den Konvoi zum Flugplatz bis zum regenfeuchten Sonntag: alles klappte perfekt! Bravo an Carsten, Oliver und ihre freiwilligen Helfer und Helferinnen. Von euch können so ziemlich alle US-Car Treffen Veranstalter etwas lernen!
Das Mopar Meeting in Datteln entpuppte sich auch dieses Jahr als Topveranstaltung für Teilnehmer und Besucher. Über 300 Mopars der Baujahre bis 1979 fanden sich in der Nähe einer alten Zeche ein, wo an der HEMI-Bar für das leibliche Wohl gesorgt wurde. Neben Zahlreicher B-Bodys der 68-70er Generation bekamen die Fans auch noch selteneres und schnelleres aus dem Hause Chrysler zu sehen und zu hören. Auf dem Flugfeld Loemühle gab es wieder die traditionnelle "Übungsfahrt" auf der 1/8 Meile. Unser Blogger Christoph Schwartz war mit einem 2007er Chrylser Sebring aus dem Pressepark angereist und wird einiges für euch berichten.


