[Fortsetzung] Am 2. Oktober 1978 setze John Z. De Lorean den ersten Spatenstich zum Bau seiner Fabrik im irischen Dunmurry. Die Feierlichkeiten wurden allerdings von Anhängern der Irish Republican Army (IRA) gestört. Diese traten mit Protestbannern auf und beschimpften die Anwesenden immerzu als "Mörder". Hintergrund war die Inhaftierung mehrerer extrem gefährlicher IRA-Männer im gefürchteten Zellenblock H des Maze Gefängnisses...
Die Kollegen con CarScoop durchstöbern das Netz hin und wieder nach kuriosen Geschehnissen in der Automobilwelt. Und da es davon reichlich gibt, wurden sie auch jetzt wieder fündig. Im Internetauktionshaus Ebay gibt es einen wahrlich einzigartigen VW Scirocco zu ersteigern. Der Besitzer scheint ein Fan von "Zurück in die Zukunft" zu sein, denn der VW erinnert frappierend an den legendären De Lorean, komplett ausgestattet mit Flügeltüren und Flux-Kompensator.
[Fortsetzung] Die Produktionsstätte des DeLorean DMC-12 befindet sich in Dunmurry (Nordirland). John Z. De Lorean sagte einmal, dass auf dem Gelände, auf welchem die Farbrikationsanlagen gebaut wurden, Kühe grasten, als er es das erste mal sah. Warum wurde ein Ort gewählt, der in der Nordisrischen Einöde lag? Warum wurde ein Ort gewählt, der John Z. De Lorean und die DeLorean Motor Company "in einen 600 Jahre alten Krieg verwickeln würden"?
[Fortsetzung] Ein im Heck sitzendes V6-Aggregat lieferte dem DMC-12 132 PS bei 2849 cm³ Hubraum. Sitze, Armaturenbrett und Verkleidungen waren aus Leder und Vinyl gefertigt. Die elektrischen Fensterheber waren Anfang der 80er Jahre sehr fortschrittlich, die Außenhaut aus gebürsteten Edelstahl Panels gehörten für John Z. De Lorean, ebenso wie die Flügeltüren, zum perfekten Sportwagen dazu. Die Reifendimensionen konnten sich, mit 195/60 HR14 vorn und 235/60 HR15 hinten, sehen lassen. Leichtmetallfelgen gehörten ebenfalls zur Austattung dazu.
[Fortsetzung] Nachdem der DeLorean DMC-12 1980 in Serie ging, folgten die ersten herben Enttäuschungen. Das Fahrzeug war alles andere als ausgereift und litt unter schwerwiegenden Kinderkrankheiten. Nicht allein die Spaltmaße zeugten von mangelnder Produktqualität. Die Flügeltüren waren ebenfalls immer wieder Anlass zur Klage. Die Idee, das Fahrzeug aus Gründen der Platzersparnis mit Flügeltüren zu versehen, war sehr innovativ. Leider waren diese, da sie mit vielen Motoren und elektrischen Einrichtungen, z.B. für Fensterheber und Zentralverriegelung, versehen waren, viel zu schwer.
[Fortsetzung] Drei Jahre nach der Vorstellung des ersten Prototypen wurden die Händler, die sich bereit erklärten, das Fahrzeug der DeLorean Motor Company zu vertreiben, ungeduldig. Im Frühjahr 1980 tagte die "National Automobile Dealers Association" in New Orleans und DeLorean war gezwungen etwas vorzuweisen. Aus diesem Grund wurde in Dunmurry eine kleine Anzahl von Vor-Serienmodellen gefertigt, die dem Serienfahrzeug zum verwechseln ähnlich sahen, aber noch kleine Unterschiede aufwiesen. Man war sich bei der Fensterkonstruktion beispielsweise noch nicht ganz einig geworden, so dass die Vor-Serienfahrzeuge noch nicht über elektrische Fensterheber verfügten.
[Fortsetzung] Um dem Modell DMC die nötige Serienreife zu verpassen, setzte John De Lorean 1977, nachdem der zweite Prototyp fertiggestellt wurde, zwei Jahre an, um das Fahrzeug tatsächlich marktfähig zu machen. Er trat, mit der Bitte um "Entwicklungshilfe" an Porsche heran, wurde aber enttäuscht. In Stuttgart lehnte man den Antrag mit der Begründung ab, dass man mindestens 5 Jahre Entwicklungszeit benötige, um das Fahrzeug seriös konzipieren zu können.
[Fortsetzung] Während das Design in den Händen Giugiaros lag, experimentierte der Ingenieur Bill Collins zusammen mit Michael Pocobello, der kurz zuvor das Ingenieurswesen-Unternehmen Triad gegründet hatte, an Antrieb und anderen Features, die für den DeLorean verwendet werden konnten. Eigens hierfür, wurde ein gebrauchter FIAT X 1/9 gekauft und modifiziert. Der Vierzylinder-Motor wurde durch einen Ford V6 ersetzt. Ein Spezialantrieb in Kombination mit einem Fünfganggetriebe wurde verbaut. Der rote Italiener bot eine wahnsinnige Performance, hielt aber nicht lange durch: Der Antrieb verteilte sich nach kurzer Zeit bei einer Probefahrt nahe Detroit auf einer Bundesstraße.
Im April 1973, dankte ein gewisser John Zachary De Lorean, im Alter von 48 Jahren, als Vizepräsident General Motors' ab, um sich einen langjährigen Traum zu erfüllen: Den Bau seines eigenen Automobils, eines sicheren, ökologisch korrekten, "ethischen" Superwagens. Mit dem Design des Fahrzeugs wurde der Italiener Giorgetto Giugiaro, der mit seinem Unternehmen, Italdesign, unter anderem für das Design des BMW M1, des Lotus Esprit, aber auch der erfolgreichen VW-Modelle verantwortlich war, betraut.



