Abgas Laut EU-Feinstaubrichtlinie darf im ganzen Jahr nur an 35 Tagen ein Emissionsgrenzwert von 50 Milligramm überschritten werden. Stuttgart hat dieses Limit bereits jetzt schon überschritten. An der Messstelle am Neckartor wurde bereits an 36 Tagen ein überhöhter Wert gemessen. Laut Umweltministerium des Landes Baden-Württemberg könne die Einführung von Umweltzonen an der Misslange kurzfristig nichts ändern...

Feuerwerk Nun ist es fast soweit. Heute nacht zur Geisterstunde schlägt die Glocke ein letztes Mal im Jahr 2007. Für alle Autonarren und Motorsportfreunde war es sicherlich ein ereignisreiches Jahr. Modellhighlights wie der neue Audi A4 sorgten für offene Münder, die IAA in Frankfurt war besser und erfolgreicher denn je, ein motivierter Youngster aus Großbritannien bescherte uns die spannendste Formel 1-Saison seit vielen Jahren und die Rally-Welt verabschiedete Marcus Grönholm und trauerte um Colin McRae.

Umweltzone Zumindest in den drei deutschen Großstädten Berlin, Köln und Hannover können die Autofahrer nun nicht mehr ganz so sorgenfrei in die Innenstadt einfahren wie gewohnt. Ab diesem Zeitpunkt erleben die Farben rot, gelb und grün ihr "Revival" (neben der Verkehrsampel) im Strassenverkehr. Allerdings gibt es auch Ausnahmeregelungen. Und H-Kennzeichen. Und gar keine Plakette. Und so weiter und so fort. Etwas kompliziert also. Das sieht auch der ADAC so. Darüber hinaus stehen die "Gelben Engel" dem ganzen System der neuen Regelungen eher skeptisch gegenüber. Der ADAC verweist dabei auf die Tatsache, dass der Autoverkehr nur zu etwa fünf Prozent zur gesamten Feinstaubbelastung beiträgt.

StauLaut eines Zeitungsberichtes vergeuden deutsche Auto, durch Staus auf Autobahnen, pro Jahr 288 Millionen Liter Kraftstoff. Dadurch werde die Umwelt mit 714.000 Tonnen CO2 zusätzlich belastet, berichtete die "Bild" bereits am Donnerstag und berief sich auf eine Studie des Verkehrsvorschers Frank Schmidt. Demnach gebe es auf Deutschlands Autobahnen pro Jahr rund 160.000 Staus. Hauptursachen für die Staus seien laut der Studie vor allem die Überlastung, der fehlende Ausbau sowie Unfälle und Witterungseinflüsse.

AbgasNachdem Stuttgart regelmäßig auf den vorderen Rängen im Feinstaub-Ranking des Umweltbundesamtes rangiert, beginnt man in Baden-Württemberg zu reagieren: Die Landesregierung kündigt umfassende Fahrverbote, ab dem 01. März 2008, unter anderem in Stuttgart, Mannheim und Tübingen an. "Der Gesundheitsschutz der Menschen, die in betroffenen Gebieten leben, arbeiten und zur Schule gehen, hat einen hohen Stellenwert", sagte die Landesumweltministerin Tanja Gönner von der CDU.

EuroscheineNach der Erhöhung der Kfz-Steuer, für Fahrzeuge ohne Rußpartikelfilter, am 01. April 2007, folgt nun für einige Autofahrer ein böse Überraschung: Wer ein Fahrzeug fährt, das vor Februar 2006 zugelassen wurde, aber bereits mit einem Rußpartikelfilter ausgestattet ist, könnte dennoch einen erhöhten Steuerbescheid vom Finanzamt erhalten. Da dies bislang nicht notwendig war, wurde der Filter in einigen Fällen nicht in den Zulassungspapieren eingetragen.

FeinstaubplaketteViele Oldtimerbesitzer haben sich sicherlich schon Sorgen gemacht, wo können wir mit unseren einzigartigen Autos noch fahren, wenn die Straßen und Städte erstmal nach Umweltzonen eingeteilt worden sind.Diese Sorge hat sich,aufgrund einer bundesweit geltenden Ausnahmeregelung, erledigt. Nach dieser, bereits vom Bundesrat genehmigten, aber noch nicht in Kraft getretenen Plakettenverordnung haben alle Oldtimer mit einem sogenannten "H-Kennzeichen" freie Fahrt.

Shelby_assistance_monte_carloIn der Debatte um die City-Fahrverbote für Oldtimer gibt es einen ersten Sieg für alle Fans historischer Automobile zu verzeichnen. In der Hauptstadt dürfen Oldtimer auch in Zukunft in der Innenstadt fahren. So sieht es ein Leitfaden der Umweltverwaltung vor. Auch andere Städte wollen sich dieser Regelung anschließen. Die Richtlinie besagt, dass Autos mit H-Kennzeichen oder roter 07er-Nummer in der sog. Umweltzone, die ab 1. Januar eingerichtet wird, 700 Kilometer pro Jahr zurücklegen dürfen.

Globe_east_2048_2An dieser Stelle möchte ich einmal meine Meinung zur aktuellen - und wie es scheint stetig lauter werdenden – Diskussion zum Thema Umweltverschmutzung und Erderwärmung kundtun. Wer ist wieder schuld? Na klar – die Autofahrer. Das Dieselmotoren nicht gerade umweltfreundlich sind ist ja schon hinlänglich bekannt. Und wer hat sich nicht schon mal über die schwarze Wolke amüsiert, die ein Passat TDI beim Ampelstart in die Atmosphäre bläst?