Achtzehn Jahre nach der Wende wurde es für dieses Buch aber
auch allerhöchste Zeit: Der ehemalige Pressechef bei Wartburg, Horst Ihling,
hat mit seinem im Delius Klasing Verlag erschienen Band „Autorennsport in der
DDR“ ein fast vergessenes Kapitel der deutschen Motorsportgeschichte
aufgearbeitet. Mit dem nötigen Insiderwissen und reich illustriert verschafft
Ihling dem Leser spannende Einblicke in das Renngeschehen des Ostens.
Und dieses war trotz eingeschränkter wirtschaftlicher
Möglichkeiten sehr lebhaft: Ob Eigenbauten-Rennen oder Werks-Rallyefahrzeuge,
die bei internationalen Veranstaltungen an den Start gingen – es gab kaum
etwas, das es nicht gab. Hauptaugenmerk legt Horst Ihling auf die DDR-Rennszene
der Jahre 1945 bis 1990, aber auch die Anfänge vom Automobilsport bei Wartburg,
EMW & Co., die teilweise bis ins Jahr 1899 zurückreichen, finden sich
wieder. Selbst für eingefleischte Motorsportfans dürfte sich noch das ein oder
andere finden, das so noch nie zu lesen oder zu sehen war.
(Foto: Carsten Luetkebohle/Wikipedia)

